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Contents |
Der SEP Sesam Remote Device Server bietet die Möglichkeit standortübergreifend Storage Devices über einen Sesam Server zu verwalten (beispielsweise entfernte Tape Libraries oder SAN Devices).
Existiert eine Infrastruktur mit mehreren Standorten bei denen ein schneller Datentransfer zum Zentralen Sesam Server nicht gewährleistet ist, kann hier ein Sesam Remote Device Server Abhilfe schaffen. Die zu sichernden Daten des jeweiligen Standortes werden dann nicht über die WAN Strecke zum SEP Sesam Server transportiert, sondern von einem Lokalen Sesam RDS auf das dort angeschlossenes Storage gesichert.
Das folgende Beispiel zeigt auf wie die Einrichtung eines RDS auf Linux Basis zu erfolgen hat.
Im Beispiel wird von folgender Situation ausgegangen:
Die Verwaltung aller Clienten und Devices erfolgt Zentral vom Standort München.
Im Beispiel werden beide Systeme unter Debian GNU\Linux (Lenny) betrieben. Die Vorarbeiten zur Installation eines Sesam Servers wurden bereits im Vorfeld erledigt (diese sind dem Administrationshandbuch zu entnehmen.)
Folgende Komponenten sind an den jeweiligen Standorten zu installieren:
München: SEP Sesam Server
Chemnitz: Sep Sesam RDS
Für Linux existieren die folgenden Pakete:
Sesam Server: sesam_srv-<version>
Sesam RDS: sesam_rts-<version>
Diese Pakete sind im Downloadcenter verfügbar.
| Hinweis |
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Auf Windows Betriebssystemen enthält das Sesam Server Paket auch den Remote Device Server, eine entsprechende Auswahl welche Komponente installiert werden soll ist am Anfang der Installationsroutine auszuwählen. Die Einrichtung eines SEP Sesam RDS ist auf Windows simultan zu Linux. |
Windows Installation - Setup mit Auswahl Remote Device Server (Remote-Tapeserver):
Das Einbinden eines Sesam RDS erfolgt im ersten Schritt wie das Hinzufügen eines neuen Clienten. Zuvor sollten natürlich entsprechende Schritte die bei der Einrichtung eines Clienten nötig sind ausgeführt werden (DNS Check, anpassen der sm_ctrld.auth auf dem RDS System, etc).
Im angefügten Screenshot wurde zuvor eine neue Lokation "Chemnitz" angelegt, diese ist rein kosmetischer Natur.
Der Sesam RDS wird als regulärer Client eingebunden:
Im Beispiel wird ein neues Virtuelles Laufwerk, das am Standort Chemnitz die Virtual Disk Images verwalten soll, angelegt.
Zuvor muss noch eine neue Laufwerksgruppe definiert werden:
Bei Anlegen eines neuen Laufwerkes ist hier das Dropdown "Device Server" entsprechend zu setzen,
dort wird Chemnitz als Device Server ausgewählt. Als Drive Group ist hier nicht "diskdrives" sondern
"Chemnitz" zu verwenden:
Der Virtuelle Lader im Sesam Server verfügt nun über zwei virtuelle Drives, eines am
Standort Chemnitz, eines am Standort München:
Wie schon zuvor erwähnt verfügt der Server in Chemnitz über ein mittels NAS Angebundenes Storage (NFS). Dieses ist auf dem System nach /mnt/files/ eingebunden.
Nun soll ein neuer Medienpool auf diesem NAS Share erstellt werden der 200 MB Gross ist und entsprechende Medien (Grösse a 25 MB, 8 Stück) enthält. Zu beachten ist hier dass als Laufwerksgruppe "Chemnitz" ausgewählt wurde:
Nach Anlegen des Medienpools wird ein Archivabgleich über den virtuellen Lader gestartet.
Wichtig ist hier, dass der entsprechende Medienpool (PoolChemnitz) ausgewählt ist.
Sollte der Archivabgleich mit einer ähnlichen Fehlermeldung fehlschlagen:
Als Benutzer root die Initialisierung der Laufwerke erneut ausführen:
Anschliessend den Archivabgleich erneut starten.
Nach erfolgreichem Anlegen der Medien (der Vorgang kann im Tagesprotokoll verfolgt werden)
verfügt der Medienpool über 8 Virtuelle Disk Images. Diese Disk Images sind nicht am lokalen
Sesam Server, sondern auf dem NAS Storage am Remote Device Server in Chemnitz erstellt worden:
Das Einbinden der Clientsysteme in Chemnitz erfolgt auf dem regulären Weg.
Generell ist zu sagen dass alle Daten der Clienten in Chemnitz - wird auf den Medienpool PoolChemnitz gesichert - sich ausschliesslich im Netzsegment dieses Standorts bewegen.
Es erfolgt kein Transport der Daten über eine WAN Strecke zum Sesam Server. Anbei wird ein kurzes Testbackup eingerichtet - eine Selbstsicherung des Sesam RDS (Verzeichnis /etc) auf das am RDS eingebundene Storage.
Der Task wird zur Veranschaulichung über den Sofortstart gestartet, natürlich kann auch eine entsprechende Zeitplanung der Tasks erfolgen.
Hier ist zu bemerken dass bei Auswahl des Medienpools "PoolChemnitz" Automatisch der Reiter "Interface" (Schnittstelle) auf "Chemnitz", gesetzt wird.
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